Jedes Jahr beschäftigen sich IT-Branchenkenner und Marktforschungsunternehmen mit den zukünftigen Trends und Entwicklungsschwerpunkten. Wir haben mit Dr. Nikola Milanovic, Geschäftsbereichsleiter Produktentwicklung, und Gregor Wolf, dem COO von OPTIMAL SYSTEMS, darüber gesprochen.

enaio® geht in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit, Integrationsfähigkeit und Mobilität einen ganz neuen Weg. Wie sieht die künftige Entwicklung aus? Wo liegen die Schwerpunkte?

Dr. Nikola Milanovic: Ich sehe hauptsächlich zwei Schwerpunkte: Software-Usability und die unternehmensweite digitale Informationsnutzung. In der digitalisierten Arbeitswelt ist es wichtig, dass der Informationsfluss erhalten bleibt – unabhängig von Arbeitsort und Arbeitszeit. Ein einfacher und ständiger Zugang zu Informationen ist nicht nur wichtig, sondern zunehmend selbstverständlich. Erst die unternehmensweite Nutzung von Daten und digitalen Dokumenten schafft einen echten Mehrwert. Das ist eine Herausforderung für ein ECM-System, weil dies tief in die IT-Umgebung integriert werden muss – deshalb ist Integrationsfähigkeit schon immer ein großes Thema für OPTIMAL SYSTEMS. Das Arbeiten mit enaio® macht Spaß, ist flüssiger, einfacher und mobiler geworden. Diese Richtung werden wir beibehalten.

Digital Natives betrachten Software anders

Gregor Wolf,
Leiter Produktmanagement

Wie relevant sind Big Data, Mobilität, Social Media oder Cloud aus Ihrer Sicht für das ECM-Segment?

Gregor Wolf: Ergänzend dazu könnte man noch das Internet der Dinge und Industrie 4.0 erwähnen. Wobei ersteres nicht so relevant für uns ist, denn wir können zu dem Trend der „Wearables“ nichts beitragen, sehr wohl aber zu Industrie 4.0, also der Vernetzung von Geräten und Informationsquellen. Als unternehmensweites Informationssystem muss sich ein ECM wirksam in die vernetzten und verteilten Informationsquellen integrieren. Mobilität erscheint mir das aktuell wichtigste Thema zu sein – auch in der ECM-Welt. Das ist ein Thema, das gut zu uns passt: Das Ziel von enaio® ist, die unternehmensweite, standortunabhängige Nutzung von Informationen zu ermöglichen – eben auch mobil.

Dr. Nikola Milanovic: Wir erleben den digitalen Wandel. Technologie ist präsenter in unserem Leben als je zuvor. Digitalisierung prägt unser Leben immer stärker und ist der große Innovationstreiber der Wirtschaft. Ein wichtiger Aspekt, wenn wir über Trends reden, ist der Generationenwechsel, der gerade stattfindet. Wir beobachten nicht nur in unserer Branche, dass die Entscheider und die Nutzer der Software mit der Technologie aufgewachsen sind (Digital Natives) und sie betrachten Software anders als früher: Wie gehen sie mit der Software um, welche Erwartungen haben sie an die Bedienbarkeit… Die sozialen Netzwerke haben die Wahrnehmung von Technologie und wie mit Software interagiert wird grundlegend verändert. Deshalb findet eine Umwandlung statt: User-Experience gewinnt an Bedeutung.

Gregor Wolf: Stimmt. Deshalb ist Usability kein Trend, sondern ein Muss.

Weiter geht es in Teil 2 unseres Interviews