Durch digitalen Datenabgleich konnten Ermittler zahllose Altakten überprüfen und einen Täter nach Jahrzehnten stellen. Der Fall zeigt, wie wichtig akribische Polizeiarbeit ist – und was Dokumentenmanagement dazu beitragen kann.

„Das Fallbearbeitungssystem war der Schlüssel zum Erfolg“

Im Jahr 1991 verschwindet die zehnjährige Stephanie D. aus Weimar und wird kurze Zeit später tot aufgefunden. Sie ist Opfer eines Verbrechens geworden. Ein Mann, der wegen anderer Vergehen ins Visier der Polizei gerät, wird verdächtigt, Stephanie getötet zu haben. Nachgewiesen werden kann dies allerdings nicht.

25 Jahre später wird der Fall wieder aufgerollt und die Sonderkommission „Altfälle“ von der Thüringer Polizei ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe: Alte Ermittlungen mit neuen Methoden zu Ende bringen. Dazu gehört auch der Abgleich großer Datenbestände wie Täter- und Fallakten mit Hilfe forensischer Software von OPTIMAL SYSTEMS.

„Es handelte sich um eine Puzzlearbeit, wie ich sie noch nie erlebt habe – das Fallbearbeitungssystem war der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Jenas Polizei-Chef Thomas Quittenbaum. Was im analogen Zeitalter unmöglich war, ist dank digitalem Dokumentenmanagement heute machbar. So können Bezüge des Tatverdächtigen zum Mordfall Stephanie aufgezeigt werden. Im März 2018, nach längerer Observierung, bricht ein SEK der Polizei in Berlin die Wohnung des mittlerweile 65-jährigen Mannes auf und nimmt ihn fest. Er gesteht den Mord.

Der Erfolg geht auf das Konto engagierter Polizistinnen und Polizisten, die über Jahre hinweg unermüdlich an dem Fall gearbeitet haben. Das Ergebnis zeigt aber auch, was zeitgemäße digitale Informationssysteme – wie die forensische Spurensicherung mit enaio® – bei der Polizeiarbeit leisten können.